Höhlentheater Kroisbach


Im Winzerdorf Kroisbach (Fertőrákos) treffen wir auf einen sehenswerten Steinbruch, der sich nördlich des Dorfes auf einem Hügel befindet. Der hier vorkommende
weiße, gut zu bearbeitende Leitha-Kalkstein entstand vor 10-12 Millionen Jahren, als ganz Pannonien von einem Binnenmeer bedeckt war. Mit dem Abbau des leicht
rosa schimmernden Gesteins wurde schon unter der Römerherrschaft begonnen. Das Bohren in die hintersten Winkel des Berges ließ bizarre Stollen und Säle entstehen,
die an altägyptische Felsengräber im Tal der Könige erinnern.
Aufgrund der schönen Maserung war der Kalkstein in der Region ein beliebtes Baumaterial, das in erster Linie in Sopron und Wien für den Bau von Kirchen,
öffentlichen Gebäuden, und Wohnhäusern benutzt wurde. An den Wänden der riesigen Hallen und der 12-15m hohen Säulen kann man, einem Kalender ähnlich,
die Ereignisse der vergangenen Jahrmillionen verfolgen.

Im Sommer werden in den akustisch einmaligen Säulenhallen die verschiedensten Oper-, Theater- und Tanzveranstaltungen aufgeführt.
Das “Höhlentheater”, wie das ganze Spektakel genannt wird, sollte man bei einer Eisenstadt – Sopron – Mörbisch Tour auf keinen Fall aussen vor lassen.
Tipp: Von der obersten Stelle des Steinbruchs öffnet sich ein wunderbares Panorama auf den Neusiedler See.

Wenn Sie meinen, erstklassiger Wein und Essen gut und schön, aber das wäre Ihnen für einen längeren Aufenthalt zuwenig?
Nun, dann versuchen Sie es tagsüber doch in der nahen Umgebung mit Wandern, Walking, Radfahren, Mountainbiken, Reiten, Schwimmen, Segeln, Skysurfen, Fischen und, und, und...
Ach, Sie meinen, soviel Sport sei gar nicht so gesund?- So besuchen Sie doch eines der schönen, grosszügig angelegten Bäder oder Hallenbäder
(Bükfürdő, Sárvár Wellnessfürdő, Thermalbad Hegykő, St Martins Therme usw.) und geniessen einen Wellness-Tag, einigen km von Kroisbach entfernt.
Sie würden gerne ein paar Tage ausspannen? Dann sind Sie erst recht bei uns in der „Anti-Stress-Region“ gut aufgehoben.
Verstehe, Sie bevorzugen doch lieber Kulturtage? – Nun, herzlich willkommen! Entzückende Städtchen, Schlösser, Burgen, Ruinen, Kirchen, Klöster,... sind in Halbtagesausflügen
von Kroisbach aus erreichbar. An einem Nachmittag geht es zum Kreuzfahrt am Neusiedlersee, und am Abend lockt vielleicht ein Oper, Operette, Konzert?
(Opernfestspiele St.Margarethen, Operetten Seefestspiele MörbischHöhlentheater Kroisbach, Klassische Konzerte Schloss Esterhazy Eisenstadt und Fertőd usw. ).
Und ist Ihr Aufenthalt dann doch zu Ende, so vergessen Sie nicht, ein wenig Kroisbacher Atmosphäre mitzunehmen in Form einiger Flaschen oder Kartons unserer köstlichen Weine.
Denn ein „Glas Blaufränkisch“ zaubert gemütliche Stunden allein, zu zweit oder mit lieben Freunden in Ihr Zuhause.
Fein, dass Sie Lust bekommen haben, uns zu besuchen.

Also dann: Auf Wiedersehen in Kroisbach in Ungarn! 

Das Geschehen am 19. August 1989...Gedenkstätte Pressburger Landstrße

Das Paneuropäische Picknick an der österreichisch-ungarischen Grenze nahe der Dorf Kroisbach...
Mit Zustimmung beider Länder Österreich und Ungarn, sollte ein Grenztor an der alten Pressburger Landstraße zwischen Sankt Margarethen im Burgenland und Sopronkőhida (Steinambrückl) symbolisch für drei Stunden geöffnet werden.Veranstalter des Picknicks waren Mitglieder des oppositionellen ungarischen Demokratischen Forums und die Paneuropa-Union. Schirmherren waren deren Präsident, der CSU-Europaabgeordnete Otto von Habsburg, und der ungarische Staatsminister und Reformer Imre Pozsgay. Die symbolische Durchtrennung des Stacheldrahtes wurde von Mária Filep vorgenommen.
Zwischen 600 und 700 DDR-Bürger nutzten diese kurze Öffnung des Eisernen Vorhangs zur Flucht in den Westen, nachdem sie zuvor durch Flugblätter der Veranstalter auf das Paneuropäische Picknick aufmerksam gemacht worden waren. Völlig unerwartet standen gegen 15 Uhr erneut DDR-Bürger vor dem noch bewachten Grenztor. Kurz vor 15 Uhr wurde das Tor wieder aufgedrückt,und die meist jungen Leute stürmten auf die österreichische Seite.
An der Stelle, wo seinerzeit das Grenztor von den Flüchtlingen durchbrochen wurde, erinnert heute ein Kunstwerk ungarischer Künstler, welches eine sich öffnende Türe darstellt.
1996 wurde in Kroisbach (Fertőrákos) eine zehn Meter hohe Edelstahlplastik der Bildhauerin Gabriela von Habsburg errichtet. Sie symbolisiert ein aufgestelltes Stück Stacheldraht, das aus der Ferne die Form eines Kreuzes hat.